Daten auf den Punkt gebracht. Ein Selbstlernkurs zur Informationsvisualisierung.
Interaktive Visualisierung (19/28)
Die bisher vorgestellten Darstellungsformen können als statische Visualisierungen bezeichnet werden. Je komplexer die Daten werden bzw. je mehr Daten gleichzeitig abgebildet werden sollen, desto mehr geraten diese statischen Visualisierungen an ihre Grenzen. Interaktive Visualisierungen können zunächst einen Überblick über die große Masse an Daten geben. Über die Möglichkeiten des Filterns und Zoomen kann sich der*die Betrachter*in je nach Bedarf und Interesse mit einzelnen Details beschäftigen. Dadurch werden nicht nur Resultate präsentiert, sondern es können eigenständig Informationen aus den Daten generiert und aufgestellte Hypothesen besser überprüft werden.
Der*die Betrachter*in kann aktiv in die Analyse der Daten eingreifen, z.B. indem Werte anders angeordnet oder nach bestimmten Aspekten sortiert werden. Oder Detailinformationen, die nur von bestimmtem Interesse sind, können erscheinen, sobald mit der Maus darübergefahren wird. Der mehrfach für seine Arbeiten prämierte Moritz Stefaner hat es mit dem Projekt Multiplicity sogar ins Museum geschafft – relativ weit unten auf der Seite wird die interaktive Grafik in einem Video dargestellt. Bei Multiplicity werden Bilder aus Social Media Kanälen aus Paris gesammelt und nach Ähnlichkeiten geclustert. Die Besucher*innen können über einen Joystick innerhalb der tausenden von Bildern eigenständig navigieren.