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Daten auf den Punkt gebracht. Ein Selbstlernkurs zur Informationsvisualisierung.

Streudiagramm / Scatter Plot (10/28)

Beim Streudiagramm – auch „Scatter Plot“ genannt – werden einzelne Punkte in einem Koordinatensystem eingetragen. Anders als beim Säulen- oder Liniendiagramm gibt es dabei keine kontinuierliche oder geradlinige Verteilung. Es wird vielmehr die gesamte Streuung der Daten dargestellt und versucht, daraus Schlüsse über Wechselbeziehungen, so genannte „Korrelationen“, zu ziehen. Je nachdem ob die Punktewolke steigt oder fällt und in welchem Grad, können Aussagen über die Art der Beziehungen getroffen werden.

Bei der Interpretation der Visualisierung sollte darauf geachtet werden, dass eine Korrelation nicht unbedingt einer Kausalität – also einer direkten logischen Folgerung – entspricht und stets weitere Faktoren bedacht werden sollten. So könnte z.B. ein Scatter Plot erstellt werden mit den Daten, wann Frauen weltweit das Wahlrecht zugesprochen wurde (X-Achse) und diese mit den jährlichen Werten der Atmosphärentemperatur (Y-Achse) kombiniert werden. Daraus jedoch die Aussage zu generieren: „Weil immer mehr Frauen wählen dürfen, steigt die Klimaerwärmung.“ wäre schlicht falsch.

Um einen Trend in einem Scatter Plot klar herauszustellen, kann der Mittelwert durch eine Linie gekennzeichnet werden. Mehrere Streudiagramme können zu einer einzigen Grafik zusammengefasst werden, wodurch ein direkter Vergleich möglich ist. Im folgenden Video wird die Erstellung eines Streudiagramms vorgestellt. Die Erstellung von Scatter Plots mit Excel wird in einem kurzen Manual zum Download unter dem Video erläutert.

von Methodenzentrum Mainz unter CC BY 4.0 (Ausschnitt)