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Daten auf den Punkt gebracht. Ein Selbstlernkurs zur Informationsvisualisierung.

Grau, das neue Bunt (21/29)

Mit dem Einsatz von Farbe kann der Blick ganz gezielt gelenkt werden. Dies gelingt besonders gut, wenn nur zwei Farben in Kontrast zueinander eingesetzt werden – z.B. können fast alle Daten in Grau oder in Grautönen abgebildet werden und lediglich die wichtigen bzw. sinntragenden Daten werden rot gefärbt, wodurch ein Pop-Up-Effekt entsteht. Die intendierte Aussage wird klar und deutlich aufgezeigt. Das funktioniert mit Grau deshalb gut, weil es als vermeintlich unwichtige Farbe oder als Hintergrundfarbe wahrgenommen wird. Wichtige Kontextinformationen können so visualisiert werden, ohne dass von der Kernaussage abgelenkt wird. Der Datavisualisation-Experte Andy Kirk listet in dem Blogartikel „Make Grey your best friend“ sieben gute Gründe für den Einsatz von Grau auf.

Ein Liniendiagramm, das die Anzahl der Studierenden im ersten Hochschulsemester, unterteilt nach unterschiedlichen Studiengängen, zeigt. Außer einer Linie in rot, sind alle anderen grau. Dadurch wird die rote Linie besonders hervorgehoben und wirkt relevanter, als die grauen Linien. Die einzelnen Werte sind in dieser Abbildung irrelevant.

Von Uni Göttingen unter CC BY 4.0