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Daten auf den Punkt gebracht. Ein Selbstlernkurs zur Informationsvisualisierung.

Fokus auf den Daten (3/29)

Bei der Informationsvisualisierung wird davon ausgegangen, dass nicht alle Daten gleichbedeutend sind und in der Hierarchie der Informationen der visuelle Fokus auf die Kernaussage gelegt wird. D.h. es gibt Kontextinformationen, die zwar notwendig sind, aber visuell in den Hintergrund gerückt werden. Bei der Wahl der einzelnen Gestaltungselemente wird immer wieder die Frage gestellt: Kann meine Kernaussage auch ohne dieses Element vermittelt werden? Der Visualisierungsexperte Edward Tufte nennt dies, ein möglichst hohes „Datentintenverhältnis“ zu haben. Dieses Verhältnis definiert er folgendermaßen:

Datentintenverhältnis = (Datentinte) / (Summe der Tinte in der Darstellung)

Je weniger Druckertinte auf Hintergründe und dekorative Elemente verwendet wird, desto mehr Tinte fließt in die Daten. Dies bedeutet, dass zwar möglichst viele Informationen auf engstem Raum dargestellt werden, aber mit einem minimalen Einsatz von grafischen Mitteln wie Farben, Linien, Schrift usw. „Good design brings absolute attention to data.“ (Tufte 1997, S.48, Hervorheb. i. Org.). Auf der nächsten Seite wird dies anhand eines Beispiels deutlich gemacht.