Daten auf den Punkt gebracht. Ein Selbstlernkurs zur Informationsvisualisierung.
Tipps für korrekte Darstellungen (11/13)
Hier noch ein paar gesammelte Tipps, die Ihnen helfen sollen, verfälschende Darstellungen zu vermeiden:
Wenn die Zählung bei Null beginnt, beginnen auch die Werte der Y-Achse bei Null.
Die Abstände bzw. Intervalle der X-Achse sind gleichbleibend.
Die Wahl der Intervalle ist insbesondere bei Zeiteinteilungen mit Sorgfalt zu treffen. Eine Verschiebung hin zu größer oder kleiner kann enorme Auswirkungen haben (drei Beispiele finden Sie unten).
Ähnliches gilt für Choropleth Maps: Je nachdem wie viele Sektionen gewählt werden, können andere Interpretationen möglich sein.
Fehlende Daten werden kenntlich gemacht und thematisiert. Es sei denn, die fehlenden Daten können logisch zwingend übernommen werden wie die EEA an einem Beispiel zeigt.
Es werden keine Äpfel mit Birnen verglichen: Insbesondere bei längeren Zeitreihen können sich Daten bzw. Bezugsgrößen stark verändert haben, z.B. die Anzahl der Staaten innerhalb der EU oder die Einwohnerzahl von Deutschland vor und nach der Wende 1989.
Auf 3D-Diagramme wird völlig verzichtet: Dreidimensionale Diagramme werden oftmals falsch abgelesen, weil das Programm zur Tabellenkalkulation lediglich versucht, eine korrekte Perspektive abzubilden.
Die Daten werden ausreichend beschrieben inkl. der Zeit und Art der Erhebung.
Von serlo.org unter CC BY-SA 4.0 (Ausschnitt)