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Daten auf den Punkt gebracht. Ein Selbstlernkurs zur Informationsvisualisierung.

Verfälschende Darstellungen (10/13)

Von den Unsicherheiten und den verschiedenen Entscheidungen, die bei einer Informationsvisualisierung im wissenschaftlichen Kontext deutlich gemacht werden sollten, können klare Fälschungen bei der Visualisierung abgegrenzt werden. Die Trennlinie zwischen dem Zuspitzen auf eine Aussage und der Manipulation des Blickes ist allerdings unscharf und sollte stets reflektiert werden. Das Pendel kann schnell in Richtung Fälschung ausschlagen, wenn die in Kapitel 3 erläuterten Gestaltgesetze dementsprechend angewendet werden. Ein sehr schlechtes Vorbild, wie es auf keinen Fall gemacht werden soll, wird in der Präsentation von Samuel Cremer vorgestellt.

In den meisten Fällen sind manipulative Darstellungen gar nicht gewollt, sondern ergeben sich schlicht aus Unkenntnis. Die European Environment Agency (EEA) der EU hat allgemeine Tipps und Beispiele für gute und unverfälschte Visualisierungen zusammengestellt, auf die auf der nächsten Seite näher eingegangen wird. Moritz Stefaner erklärt in folgendem Video, dass sowohl der Kontext als auch die Vorannahmen, in dem die Visualisierung präsentiert wird, von hoher Bedeutung sind.

von Typographische Gesellschaft München – tgm unter CC BY 4.0 (Ausschnitt)