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Daten auf den Punkt gebracht. Ein Selbstlernkurs zur Informationsvisualisierung.

Anforderungen an Visualisierungen (3/28)

Die beiden Professor*innen der Informationsvisualisierung, Heidrun Schuhmann und Wolfgang Müller, stellen drei Anforderungen für qualitativ gute Visualisierungen auf (Schuhmann/Müller 2000, S. 9ff):

Die Informationen, die in den Daten enthalten sind, sollten möglichst unverfälscht, eindeutig und vollständig dargestellt werden. Die Visualisierung sollte nur das zeigen, was durch die Daten ausgesagt werden kann und jegliche weitere Interpretationen ausschließen. Aus diesem Grund ergeben sich aus einer bestimmten Form von Daten auch bestimmte Formen der Darstellung, wie auf den nächsten Seiten näher gezeigt wird.

Eine Visualisierung sollte die gewünschte Aussage möglichst prägnant, schnell und intuitiv vermitteln. Dabei ist zum einen das bereits vorhandene [could not resolve link target: il_9310_git_4299] des Publikums von großer Bedeutung. Zum anderen sollten die Grundsätze der Gestaltung beachtet werden (s. Kapitel 3 Gestaltung und Design).

Beim Visualisierungsprozess sollten Aufwand und Nutzen abgeschätzt und abgewogen werden. Dies betrifft zum einen den Zeitfaktor: Wie viel Zeit möchten und können Sie in eine Visualisierung investieren? Je nach Datenmenge sollten auch die Zeit und Kapazitäten für den Rechenprozess berücksichtigt werden. Zum anderen muss entschieden werden, ob der Einsatz einer kostenpflichtigen Software nötig und insofern angemessen ist.