6) Museumspraxis – vor und hinter den Kulissen
Zusammenfassung
In dieser Lehreinheit haben wir Sie aufgefordert, über das Spezifische von „Museumsdingen“ zu reflektieren. Wie beeinflusst das Ausgestelltsein möglicherweise unsere Wahrnehmung? Und mit welchen Mitteln arbeiten Kurator*innen, um ihre Botschaften und Erkenntnisse den Besuchenden näherzubringen? Inwiefern sind diesen Praxen wiederum kritisch zu hinterfragen? Sowohl am Beispiel der Göttinger Cook/Forster-Sammlung als auch über Experimente im Rahmen des Berliner Humboldt Lab Dahlem bekamen Sie zudem Einblicke in konkrete Ausstellungen sowie in Reaktionen darauf. Blicke hinter die Kulissen sollten zeigen, dass Museumsarbeit aus weit mehr als Forschen und Ausstellen besteht und Objekte in den Magazinen nicht lediglich aufbewahrt werden. Gerade hier findet eine Vielzahl wichtiger Tätigkeiten statt, die die weitere Arbeit mit den Gegenständen erst ermöglichen. Zum Abschluss äußerten internationale Expert*innen Ideen für die Ausstellungspraxis.
Unsere Lehreinheiten sollten Ihnen Wissen über Dinge, Ausstellungen und Museen sowie mit ihnen verbundene Methoden und Arbeitspraxen vermitteln und Sie zur Auseinandersetzung damit motivieren. Last but not least ist dies mit der Hoffnung verbunden, dass Sie den vorgestellten Ideen, Vorgehensweisen und Umsetzungsformen mit ihren eigenen Überlegungen und Tätigkeiten neue Aspekte hinzufügen und die ethnologische Museumsarbeit auf diese Weise bereichern und weiter entwickeln werden.
1) Objektforschung und Bedeutung von Sammlungen und Museen
2) Die Ethnologische Sammlung Göttingen
3) Objektbiografien & Wirkmächtigkeit von Dingen
4) Provenienzforschung und koloniale Kontexte. Beispiele, Begriffe, Debatten
5) Sensible Objekte – menschliche Überreste in ethnologischen Sammlungen
6) Museumspraxis – vor und hinter den Kulissen