6) Museumspraxis – vor und hinter den Kulissen
Kulturelle Expertise
![]() La’akea Suganuma (rechts) und Len Kelemoana Barrow (links) mit Kū. Die für die Ausstellung auf Hawai‘i ausgewählten Objekte wurden vor ihrer Reise in den Pazifik am 23. Januar 2006 in der Ethnologischen Sammlung in Göttingen gesegnet (Foto: W. Kempf 2006) | Um zu klären, ob und wie Artefakte der Cook/Forster-Sammlung auf Hawai‘i gezeigt werden können, wie sie gehandhabt und ausgestellt werden sollen und welche kulturellen Protokolle zu befolgen sind, arbeitete Stephen Little, der für die Ausstellung verantwortlich war, mit kulturellen Expert*innen aus Hawai’i, Tonga und Aotearoa/Neuseeland zusammen (Hauser-Schäublin 2020: 13). Bereits bevor die Artefakte der Cook/Forster-Sammlung Göttingen verließen, wurde sichergestellt, dass kulturelle Protokolle befolgt werden: This endeavor to treat the testimony of South Pacific ancestral cultures with respect had already begun during the preparation of the exhibition when Little sent a delegation of four Hawaiian experts to Göttingen so that they could establish contact between the material testimonies of early Hawaiian culture and the Hawaiian ancestral spirits (Hauser-Schäublin 2020: 13). Die kulturellen Berater*innen hatten großen Einfluss darauf, wie die Artefakte in der Ausstellung präsentiert wurden (ibid.). |
