6) Museumspraxis – vor und hinter den Kulissen

Die Göttinger „Cook/Forster-Sammlung“

Die Ethnologische Sammlung der Georg-August-Universität Göttingen verwahrt die größte Sammlung von Objekten, die während der drei Reisen von James Cook im 18. Jahrhundert im Pazifikraum gesammelt wurden. Unter dem Namen ‚Cook/Forster Sammlung‘ umfasst sie ca. 500 Artefakte von knapp 20 unterschiedlichen Inseln, Regionen und Gesellschaften Polynesiens, Melanesiens und den Amerikas. Die Artefakte wurden von Cook, seiner Besatzung und Mitreisenden im Tausch oder als Geschenk erworben und beinhalten eine Vielzahl von Objektarten, wie Fischhaken, Musikinstrumente, Rindenbaststoffe, Kämme, Kleidung oder rituelle Insignien und Darstellungen von Göttern. Auf der 2. Weltumsegelung (1772-1775) wurde Cook unter anderem von den deutschen Wissenschaftlern Johann Reinhold Forster und seinem Sohn Georg Forster begleitet.

Neben dem tahitianischen Trauerkostüm (heva tūpāpa’u, s. Lehreinheit 3) ist eines der bekanntesten Artefakte, das in Göttingen verwahrt wird, ‚Kū‘ – ein Federbildnis (ki’i hulu manu) des hawaiischen Kriegsgottes Kūkā’ilimoku (Kū).

Das Federbildnis des hawai’ischen Kriegsgottes Kūkāʻilimoku (Oz 254) zählt zu den berühmtesten Objekten der Ethnologischen Sammlung in Göttingen