5) Sensible Objekte – menschliche Überreste in ethnologischen Sammlungen

Māori (2)

Die beiden in der Ethnologischen Sammlung bewahrten Toi moko wurden Anfang November 2020 ins Te Papa gebracht. Dort versucht man die genaue Herkunft der Toi moko zu rekonstruieren und sie gegebenenfalls an ihre Verwandtschaftsgruppe zurückzuführen. Die Repatriierung spiegelt nach den Worten des die Zeremonie begleitenden neuseeländischen Botschafters in Deutschland, Rupert Holborow, die Freundschaft zwischen beiden Nationen wider: „Indem sie ihren Respekt für die einheimische Kultur Neuseelands demonstrieren, stärken die deutschen Kulturinstitutionen diese von gleichen Werten und Interessen getragene Verbundenheit".
Im Folgenden sehen Sie kommentierte Ausschnitte aus der Repatriierungszeremonie, deren Ablauf nach rituellen Vorgaben von Māori-Vertreter*innen gemeinsam mit den Zuständigen der Ethnologischen Sammlung geplant wurde. Es werden keine Bilder von Toi moko oder Überreste der Vorfahren gezeigt.

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2023 wurden menschliche Überreste im Rahmen des Projektes "Sensible Provenienzen" auch aus anderen Göttinger Sammlungen nach Neuseeland repatriiert.