4) Provenienzforschung und koloniale Kontexte. Beispiele, Begriffe, Debatten
Beispiele aus Göttingen
An der Ethnologischen Sammlung in Göttingen gab es bereits eine Reihe von Projekten zur Provenienzforschung. 2020 fand zudem die Repatriierung von zwei Toi moko nach Neuseeland statt (siehe Lehreinheit 5). Im folgenden Videoclip skizzieren Personen, die an solchen Projekten beteiligt waren, Aspekte ihrer Vorgehensweise oder auch der grundsätzlichen Bewertung dieser Forschungen. Zunächst gibt Josefine Neef, die zu heiligen und potentiell tabuisierten Gegenständen aus Australien recherchierte, Einblick in ihre Arbeit. Danach beschreibt Ndzodo Awono, der die in Göttingen lagernden Gegenstände aus den ehemaligen deutschen Kolonien in den Regionen des heutigen Kamerun und Togo aufarbeitete, sein Vorgehen. Anschließend benennt Te Arikirangi Mamaku-Ironside, der von neuseeländischer bzw. Māori-Seite aus die Rücknahme der beiden Toi moko organisierte, Chancen der Provenienzforschung.
| Information Message Please wait while the content is loading...Josefine Neef erforschte in der Ethnologischen Sammlung 2020/21 sowie 2022 die Provenienz von Tjurungas sowie weiterer potentiell heiliger Gegenstände australischer Aborigines (Finanzierung: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste). | Information Message Please wait while the content is loading...Ndzodo Awono untersuchte von 2021-2023 Sammlungsbestände aus kolonialen Kontexten in der Ethnologischen Sammlung, die aus den Regionen der heutigen Nationalstaaten Kamerun und Togo stammen (Finanzierung: Pro*Niedersachsen). | Information Message Please wait while the content is loading...Te Arikirangi Mamaku-Ironside war 2020 Programmkordinator des Karanga Aotearoa Repatriation Programme (KARP) und maßgeblicher Organisator der Repatriierung zweier Toi moko von der Ethnologischen Sammlung an das Te Papa Tongarewa Museum in Wellington, Aotearoa/Neuseeland (Finanzierung: KARP). | ||