2) Die Ethnologische Sammlung Göttingen – Speichermedien und Recherchetools
Der Göttinger „Zettelkasten Rühl“
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Neben den Karteikarten, die eine vorgedruckte, überregional verwendete und nicht eigens in Göttingen entwickelte Struktur aufweisen, existiert in der Ethnologischen Sammlung auch noch der sogenannte „Zettelkasten Rühl“. In einem Vermerk in den Eingangslisten ("Chronik") heißt es:
In diesem Jahre ist die ganze Samlung in einem Zettelcatalog verzeichnet und alle Stücke etiquettiert durch H. Schulamtscandidaten Rühl, dabei sind die alten Verzeichnisse soweit als möglich benutzt um die Bezeichnung der Stücke zu treffen und deren Herkunft zu bestimmen. Damit soll eine Grundlage für weitere Catalogisirung und Aufstellung gegeben sein. [sic] (Vermerk in den Eingangslisten ("Chronik"), 1868)
Von 1886 bis 1936 wurde für jedes bis dahin in der Sammlung vorhandene Objekt als Vorläufer der Karteikarten ein „Zettel“ mit den vorhandenen Basisinformationen erstellt. So altertümlich er uns heute vorkommen mag, so war der „Zettelkasten Rühl“ doch ein wichtiger Baustein in der fortschreitenden Systematisierung und besseren Handhabung der Bestandserfassung. Die Angaben auf den jeweiligen Zetteln enthalten wichtige Informationen und geben zugleich einen Einblick in damalige Wissensbestände und Kategorisierungsformen.
