2) Die Ethnologische Sammlung Göttingen – Speichermedien und Recherchetools
Karteikarten - Vorläufer der Datenbank
Ein zentrales Findmittel für Objekte sind weiterhin die vorhandenen Karteikarten. Karteikarten wurden in der Göttinger Sammlung erst nach der Neueröffnung des Museums am heutigen Theaterplatz 15 im Jahr 1936 angelegt. Neben dem Eintrag in die digitale Datenbank wird auch heute noch für jedes Objekt, das in die Sammlung gelangt, eine analoge Karteikarte angelegt. Nicht nur aufgrund der beschränkten Fläche, die eine Karteikarte aufweist, sind diese Karten trotz der darauf festgehaltenen Informationen nur zu einem kleinen Teil „Wissensspeicher“. Entscheidend ist der Aspekt der Indexikalität – was auch im englischen Wort index card zum Ausdruck kommt - also ihr Verweischarakter (siehe auch Lehreinheit 3 und 6). Karteikarten enthalten erste knappe Informationen über einen Gegenstand; vor allem aber verweisen sie hierüber auf Einordnungs- und Erschließungsmöglichkeiten (siehe zu Erschließungsformen auch Lehreinheit 4). Dem Verweischarakter entsprechend sind auf Karteikarten oft auch eine Abbildung, der Standort eines Objekts sowie erste Literaturangaben zur genaueren Bestimmung des Gegenstandes vermerkt. Ebenso wie der Datenbankeintrag kann die Karteikarte die eigene vertiefte Auseinandersetzung mit einem Objekt nicht ersetzen. |
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| Karteikarten haben somit mehrere Funktionen. Sie dienen zum einen zur Registrierung und als Überblick über die vorhandenen Bestände. Sie sind zum anderen eine Nachschlagemöglichkeit für erste kurze Angaben zum Objekt. Ältere Karteikarten sind darüber hinaus selbst schon wieder historische Dokumente, auf denen Hinweise zu finden sind, die nicht weniger über die Zeit aussagen, in der sie erstellt wurden, als über den Gegenstand, auf den sie verweisen. |

