2) Die Ethnologische Sammlung Göttingen – Speichermedien und Recherchetools
Sammlungsverzeichnisse (alte Bestandskataloge)
Die Online-Datenbanken sind nicht die erste Form, in der die Bestände der Sammlung möglichst umfassend öffentlich zugänglich gemacht wurden. Bereits zwischen 1988 und 1993 stellten Mitarbeiter*innen der Sammlung die vorhandenen Objekte listenartig in vier geografisch geordneten Verzeichnissen zusammen. 1988 erschien zunächst der Überblick über den Bestand Ozeanien. Es folgte 1990 der Band zu Asien/Europa, 1992 zu Amerika und schließlich 1993 das Verzeichnis der in der Sammlung vorhandenen Objekte aus Afrika.
Auch innerhalb jedes Verzeichnisses wurde eine geografische Ordnung eingehalten. Nach Ländern oder Großregionen geordnet, finden sich die vorhandenen Objekte in 14 Funktionsgruppen unterteilt. Sofern bekannt, wurde zu jedem Objekt neben der Inventarnummer der Objekttyp („Gegenstand“), genauere thematische oder auch materialbezogene Informationen („Bemerkungen“), die Herkunft („Ethnie/Ort“), das Erwerbungsdatum und Namen der Sammler*innen oder Vorbesitzer*innen („Sammler/Jahr“) sowie das sich vom Ersterwerbsdatum oft unterscheidende Eingangsjahr des Gegenstandes in die Göttinger Sammlung („E-Jahr“) festgehalten.
Handelte es sich beim angeführten Namen nicht um die Person, die am Herstellungsort in den Besitz des Stückes gelangt war, sondern einen Gegenstand später „aus zweiter Hand“ erwarb und an die Ethnologische Sammlung weitergab, wurde der Name der Person in Klammern gesetzt. Um die Suche zu erleichtern, finden sich am Ende der Verzeichnisse Indizes („Register“) zu Objekttypen, ethnischen Bezeichnungen, Herkunftsorten sowie Sammler- und Vorbesitzernamen.
Wer wollte, konnte sich auf diese Art und Weise bereits seit den 1990er Jahren einen ersten Überblick über die vorhandenen Gegenstände verschaffen. Die Verzeichnisse waren und sind in verschiedenen Göttinger Teilbibliotheken, aber auch in den Bibliotheken anderer Museen einsehbar. Mittlerweile finden sie sich als pdf-Dateien auch auf der oben genannten Homepage zum Download.
Hier können die Bestandskataloge auch vollständig angesehen und heruntergeladen werden: