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IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Fairphone und Elektroschrott (14/17)

Die niederländische Firma Fairphone hat ein Smartphone entwickelt, dass weitgehend nach sozialen und ökologischen Kriterien produziert wurde. Der elektrische Reporter hat ein Video über das Fairphone und die erste fair hergestellte Maus gedreht. Allerdings müssen auch fair produzierte Geräte irgendwann wieder entsorgt werden.

Agbogbloshie, ein 16 Quadratkilometer großer Stadtteil von Ghanas Hauptstadt Accra, ist einer der größten Elektroschrottplätze der Welt. Hier kommen täglich mehrere Container mit Müll aus Europa und Deutschland an und werden von den dort lebenden Menschen weiterverarbeitet. 2018 erschien im Göttinger Tageblatt ein Bericht über die Entsorgung unseres Mülls nach Afrika. In dem Video (ca. 40 Min.) Elektroschrott - Welchen letzten Weg geht mein PC? wird erläutert, welche Möglichkeiten der Entsorgung es außerdem gibt. Damit defekte Geräte nicht direkt zu Elektroschrott werden, gibt es z.B. in verschiedenen Städten sogenannte Reparatur-Cafés – so auch in Göttingen.

Die umweltschonendste Möglichkeit wäre wahrscheinlich, weniger neue Geräte zu produzieren, die später zu Elektroschrott werden. Die Produktlebenszeiten für technische Geräte werden derzeit allerdings eher kürzer. Dies liegt daran, dass Firmen größtmöglichen Umsatz machen möchten und regelmäßig neue Versionen entwickeln. Über gezieltes Marketing wird vermittelt, dass das Alte nicht mehr zeitgemäß sei. Außerdem steht die Technikbranche unter dem Verdacht mit sogenannter „geplanter Obsoleszenz“ zu arbeiten. Im folgenden Video stellt der Wirtschaftsingenieur Janis Winzer das Konzept vor:

Repair Manifesto von BlinkenTV unter CC BY 3.0 (Ausschnitt)