IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.
Roboterethik / Maschinenethik (12/17)
Die Roboterethik bzw. Maschinenethik ist ein relativ neues Forschungsfeld, das zwischen der Philosophie und der Informatik angesiedelt ist. In der Science Fiction gibt es schon lange Überlegungen, ob eine Maschine moralisch handeln kann und wie dies von den Menschen beeinflusst werden könnte. Das bekannteste Beispiel sind wohl die drei Robotergesetze von Isaac Asimov aus dem Jahr 1942. Die technischen Veränderungen in den letzten Jahren fordern evtl. reale Gesetze. Der Jurist Thomas Klindt diskutiert z.B. in einem Video des Stifterverbands die Frage, ob Roboter bestraft werden dürfen. Wer kann zur Rechenschaft gezogen werden, wenn selbstlernende Algorithmen für den Menschen nicht akzeptable Entscheidungen treffen?
Der Informatiker Frank Pallas macht auf einen weiteren Punkt aufmerksam: Wenn wir uns mit Technologien umgeben, die nach strengen Algorithmen handeln und kaum Ausnahmen kennen, geben wir evtl. zu sehr die Entscheidungskontrolle ab. Er bezeichnet dies als „Technologie-Paternalismus“ und erklärt im folgenden Video, was er darunter versteht:
Technik-Paternalismus: Frank Pallas, Was ist Technologie-Paternalismus? Von iRights.info unter CC BY 3.0 (Ausschnitt)