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IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Ethikrichtlinien für KI (10/17)

Künstliche Intelligenz und lernende Algorithmen finden eine immer weitere Verbreitung, wie auf der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erstellten Landkarte „KI-Anwendungen im Überblick“ zu sehen ist. KI wird von der Wirtschaft und der Politik zwar gefördert, verbindliche Gesetze werden dazu allerdings nicht erlassen. Die in diesem Kurs erwähnten Diskussionspunkte rund um den ethischen Einsatz von KI finden lediglich in freiwilligen Selbstverpflichtungen von Konzernen und Organisationen Eingang. Die Netzjournalistin Chris Köver hat mehrere Guidelines zum Umgang mit KI untersucht und einen Grundkonsens aus vier Punkten gefunden:

  1. Verantwortlichkeit: Wer ist für den Algorithmus verantwortlich, wenn dieser etwas prognostiziert oder entscheidet? Ist es der/die Entwickler*in oder die Person, die den Algorithmus einsetzt oder jemand ganz anderes?
  2. Transparenz: Können Menschen nachvollziehen, wie der Algorithmus zu einer bestimmten Prognose gelangt ist? Auf welcher Datenbasis ist dies geschehen? Ist für den Menschen überhaupt erkennbar, dass ein Algorithmus involviert ist?
  3. Gleichheit: Arbeiten Algorithmen so, dass sie Gruppen aufgrund ihrer Identität nicht diskriminieren? Gibt es diskriminierenden Bias in den Trainingsdaten?
  4. Datenschutz: Gibt es eine Zustimmung der Nutzer*innen zur Erhebung ihrer (persönlichen) Daten?

In ihrem Vortrag betont Köver, dass es neben diesen verbindenden Punkten interessant ist, welche ethischen Bereiche oftmals ausgelassen werden:

Ethikrichtlinien für Künstliche Intelligenz? Wie wär's mit Gesetzen? von media.ccc.de unter CC BY 4.0 (Ausschnitt)