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IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Persönliche Daten (5/17)

Der Jurist Max Schrems hat sich 2011 dafür interessiert, wie viele Daten Facebook über ihn gesammelt hat und bekam 1.222 PDF-Seiten auf einer CD zugeschickt. Seitdem streitet und klagt er gegen den Konzern. 2015 wurde dadurch z.B. das transnationale Safe-Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA beendet, in dem festgelegt war, dass Daten von europäischen Personen auf US-amerikanischen Servern per se „sicher“ seien.

Selbst wenn wir noch so vorsichtig sind, werden Daten über uns gesammelt: Sogenannte „Metadaten“ teilen zwar nicht die Inhalte unserer Kommunikation oder Einkäufe mit, sehr wohl aber mit wem wir wie lange telefoniert oder wo wir wie oft mit unserer EC-Karte bezahlt haben. Das Handy sendet außerdem Daten darüber, mit welchem Netzpunkt es sich gerade verbindet, wodurch ein Bewegungsprofil erstellt werden kann. Ein kurzes Video der ARD-Serie Quarks zeigt anhand eines fiktiven Beispiels relativ drastisch, wie Daten über uns gesammelt und miteinander in Verbindung gebracht werden können.

Die beste Möglichkeit, die eigenen Daten zu schützen wäre, anonym im Internet zu surfen, keinerlei Cookies zuzulassen und auf jegliche Nutzung von Social Media Diensten wie z.B. Facebook oder WhatsApp zu verzichten. Damit würde allerdings die aktive Teilnahme in einer digitalisierten Gesellschaft stark eingeschränkt. Auf iRights.info finden Sie praktische Tipps zum Thema Datensicherheit allgemein und zu Datenschutz in sozialen Netzwerken. Wenn Sie keine weiteren Daten an Google senden möchten, ist die Suchmaschine Startpage empfehlenswert.

Ein rotes, geöffnetes Schloss auf einem Hintergrund aus vielen verschiedenen Zahlenkombinationen.

Data Security Breach von Blogtrepreneur unter CC BY 2.0