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IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Daten als Ware (4/17)

Daten stehen heute in großen Mengen zur Verfügung. Dies birgt einerseits viele Chancen – insbesondere wenn die Daten als „Open Data“ allen frei zur Verfügung gestellt werden (dazu später mehr). Andererseits gelten Daten heute und noch vielmehr in der nahen Zukunft als Ware. Es haben sich etliche Branchen entwickelt. Daten werden über Datenbroker ge- und verkauft und zu einem hohen Preis gehandelt. Die Frage ist: Wer zahlt wofür? Zahlen wir alle evtl. mit unserer Privatsphäre? Können wir unsere persönlichen Datenströme kontrollieren und wollen wir das überhaupt?

Die großen Gewinner des Big Data sind derzeit vor allem Konzerne wie z.B. Google und Facebook. Vor einigen Jahren wurde für solche Konzerne, die darauf aufbauen Daten zu sammeln und damit Gewinn zu erwirtschaften, das Bild der „Datenkrake“ vielfach in den Medien verwendet. Der Verein digitalcourage richtet jedes Jahr die Big Brother Awards aus, bei denen die „Oskars für Datenkraken“ verliehen werden. Ein Team von Game Designern entwickelt das Spiel Data Dealer, in dem nachvollzogen werden kann, woher welche Daten stammen können und wie die lukrativen Verkaufswege laufen.

Mehrere Personen tragen eine große, selbstgebaute Krake über eine Straße. Manche von Ihnen tragen Banner und Fahnen und wollen somit auf das Sammeln von Daten durch Konzerne aufmerksam machen.

Fsa09, Datenkrake von Matthias Hornung unter CC BY 2.0