1    

IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Was ist machine learning? (9/11)

Wir haben in diesem Kapitel gesehen, wie Computer über Programme Befehle ausführen, die Menschen in mentalen Modellen zur Lösung eines Problems entwickelt haben. Bei Fehlern oder Verbesserungen an einem Algorithmus entwickeln Menschen eine weitere Version des Algorithmus. In dem höchst aktuellen Forschungs- und Arbeitsfeld „Künstliche Intelligenz“ sind es die Algorithmen selbst, die Veränderungen vornehmen – sie sind „lernfähig“. Mithilfe von großen Datenmengen werden wiederkehrende Muster erkannt, Wahrscheinlichkeiten berechnet und Entscheidungsmöglichkeiten hinzugefügt.

Die Universität Tübingen erklärt in einem Video, was maschinelles Lernen ist und warum es so wichtig ist, dass die Forschung dazu von Großkonzernen unabhängig ist. Ein Beispiel, wie KI-Technik im studentischen Alltag helfen kann, ist das Projekt Open Knowledge Interface (OKI) von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. OKI ist ein virtueller Assistent, der bei der Literaturrecherche und beim Wissensmanagement helfen soll. Auch an der Universität Göttingen wird an Interactive Learning on Demand geforscht.

Im nächsten Kapitel werden wir die Vor- und Nachteile von sogenannten „kognitiven Systemen“ näher betrachten und ethische Fragen aus anderen Bereichen der Informationstechnologie erläutern. Danielle Thé fasst im folgenden Video die Grundprinzipien von maschinellem Lernen zusammen:

What is Machine Learning? von Danielle Thé unter CC BY 3.0 (bearbeitet)