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Was ist eine Programmiersprache? (2/11)

Damit ein Computer einen Algorithmus – bestehend aus Sequenzen und Befehlen – ausführen kann, müssen die einzelnen Anweisungen nicht nur präzise, sondern auch in einer Sprache formuliert sein, die der Computer versteht. Da ein Computer allerdings lediglich Binärcode lesen kann, d.h. nur zwischen den Zuständen Strom an (1) bzw. aus (0) unterscheiden kann, benötigen wir für die Übermittlung der Befehle eine Art Dolmetschercode – eine Programmiersprache.

Programmiersprachen sind künstliche Sprachen, die jedoch Wörter von natürlichen Sprachen verwenden, so dass Menschen sich leicht darin zurechtfinden. Programmiersprachen übersetzen den von Menschen erdachten Algorithmus in eine maschinenlesbare Form und dies ist dann das fertige Programm. Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass Algorithmen die Grundlagen für Programme bzw. Software sind und diese dem Computer die einzelnen Befehle verständlich übermitteln oder in den Worten von Pomberger und Dobler: „Ein Programm (im Quelltext) ist ein Algorithmus, der in einer Programmiersprache formuliert ist.“ (Pomberger/Dobler, S. 82)

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Programmiersprachen:
  • Compiler (z.B. C, C++ und Pascal) übersetzen das gesamte Programm und erstellen somit ein vollständiges Maschinenprogramm.
  • Interpreter (z.B. JavaScript, PHP und Python) übersetzen das Programm Befehl für Befehl und führen diese direkt aus.
Die Abbildung zeigt die Übersetzung eines Codes einer Programmiersprache in die entsprechende Maschinensprache. Als Programmiersprachen werden als Beispiel JavaScript und Python gezeigt. Das Übersetzungsprogramm (Compiler) übersetzt diese Sprache dann in einen – für die Maschine lesbaren – Code.

Abbildung S. 14 von Bachinger/Teufel unter CC BY 4.0