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Wie sieht ein Algorithmus aus? (15/16)

Algorithmen können als graphischer Ablaufplan oder als textbasierter Pseudocode dargestellt werden. Die Darstellung eines Algorithmus wird auch „Notation“ genannt. Für die grafische Notation eines Algorithmus wird in den meisten Fällen ein Flussdiagramm erstellt. Es gibt einen Anfangspunkt, von dem aus verschiedene Pfeile zu Aktionen bzw. Operationen führen, die in eindeutig definierten Formen stehen (wie in der Abbildung unten zu sehen ist). Zusätzlich können erklärende Kommentare angegeben werden. In der Gesamtsicht wird so der Algorithmus vollständig in seinem Ablauf abgebildet. Die Leserichtung ist zumeist von links nach rechts bzw. von oben nach unten. Bestimmend sind jedoch die Pfeile, die z.B. auch in großen Bögen zurückführen können. Ein Flussdiagramm hat den Vorteil, dass es leicht verständlich ist und die Idee des Algorithmus unmittelbar visualisiert. Bei komplexen oder sehr langen Algorithmen, kann es jedoch schnell unübersichtlich werden.

Eine andere Art der Notation ist die Darstellung als Pseudocode. Pseudo deswegen, weil der Code zwar einer Programmiersprache ähnelt, aber keine ist. (Was eine Programmiersprache genau ist, wird auf der nächsten Seite erläutert.) Ein Algorithmus wird im Pseudocode zeilenweise notiert und mit erklärenden Kommentaren ergänzt. Zur besseren Zuordnung sind die Zeilen durchnummeriert. Die Leserichtung erfolgt von oben nach unten. Die Eingabedaten werden mittels Variablen notiert, wodurch der Algorithmus sehr präzise formulieren werden kann (vgl. Bookmeyer/Fischbeck/Neubert, S. 31f). Ein guter Überblick über den gesamten Ablauf des Algorithmus wird jedoch eher über ein Flussdiagramm erreicht.

Darstellung eines Algorithmus als Flussdiagramm. Das Diagramm startet mit der Eingabe eines Suchbegriffes in die Suchliste. Anschließend wird das passende Buch aus der Trefferliste ausgewählt. Ist das gewählte Buch verfügbar, wird es ausgeliehen und der Algorithmus terminiert. Ist das Buch nicht verfügbar, wird es vorgemerkt und ausgeliehen, sobald es verfügbar ist. Anschließend terminiert auch hier der Algorithmus.

Grafik von Uni Göttingen unter CC0