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IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Digital und digitalisiert (12/15)

„Digitalisierung“ hat im Deutschen zwei Bedeutungen: Zum einen ist die „digitale Transformation“ gemeint, also der zunehmende Einsatz von Technologien, der zu neuen Geschäftsprozessen und neuen Produkten führen kann. In der ursprünglichen Definition spricht man von Digitalisierung (engl. digitization), wenn analoge Daten in digitale überführt werden. Ein häufiges Beispiel ist die Digitalisierung von alten Büchern oder anderen Kunstwerken, damit diese über das Internet vielen Personen zur Verfügung stehen, wie z.B. beim Projekt Europeana. Dabei werden die einzelnen Seiten fotografiert, mit einem Programm automatisch ausgelesen und als Bilddatei dem Publikum zur Verfügung gestellt. Die so entstandenen Digitalisate der SUB Göttingen sind bspw. über das Göttinger Digitalisierungszentrum einsehbar. Ein weiteres Beispiel ist die wachsende Sammlung an 3D-Digitalisaten aus der Göttinger Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen.

Den Digitalisaten stehen genuin digitale Daten gegenüber. Das sind all jene Daten, die seit Beginn an in digitaler Form vorliegen. Dies können verschiedenen digitale Medien, wie z.B. Twitter-Nachrichten oder Youtube-Videos sein, aber ebenso die bereits erwähnten Wetterdaten. Wie im Abschnitt „Digitalisierung“ erläutert, entstehen über die vermehrte Vernetzung von Informationstechnologien mehr und mehr digitale Daten. Welche Auswirkungen dies haben könnte, wird in Kapitel 6 diskutiert. Auf der nächsten Seite geht es zunächst darum, wie Sie sich selbst helfen können, wenn die digitale Welt nicht so funktioniert, wie Sie es erwarten.

Eingescannte und somit digitalisierte Seite eines alten Buches.

Digitalisierte Seite von Christine de Pizan unter Public Domain von British Library