IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.
Auswirkungen der Digitalisierung auf das Studium (6/15)
Aufgrund der Digitalisierung haben wir heute einen sehr schnellen Zugang zu Wissen. Der Innovationsforscher Sascha Friesike spricht bei einem Impulsvortrag über die Folgen der Digitalisierung von einer „Wissensexplosion“, d.h. das Weltwissen wächst nahezu exponentiell. Daraus leitet er drei Auswirkungen der Digitalisierung auf Studium und Lehre ab:
1. Während einzelne Aspekte eines Fachgebiets immer detaillierter werden, nimmt die Bedeutung der Grundlagen ab. Wissen wird lediglich für die Prüfungsleistung auswendig gelernt und danach wieder vergessen.
2. Es ist nicht vorhersehbar, welches Wissen im Laufe des Arbeitslebens benötigt wird. Studierende müssten also während des Studiums lernen, sich selbständig eine Problemlösung und das dazugehörige Wissen zu erarbeiten. Dadurch verändern sich die Wissensverteilungen, d.h. die Professor*innen sind nicht mehr diejenige mit dem alleinigen Wissen zu bestimmten Aspekten.
3. Wiederholende Tätigkeiten werden immer mehr automatisiert. Die Fähigkeit sich zuerst eine Problemlösung auszudenken, die später evtl. automatisiert wird, kann nicht von einem Computer übernommen werden. Also sollte im Studium Kreativität gefördert werden.
Für ein Problem selbständig eine kreative Lösung zu finden ist oftmals eine Aufgabe in der Informatik bzw. bei der Arbeit mit Daten. Dabei werden, wie bereits erwähnt, Denkmodelle und Informationen in Daten verwandelt und umgekehrt. Dies wird auf den nächsten Seiten näher erläutert.