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IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Was ist Informatik? (3/15)

In der Informatik – und auch in diesem Kurs – geht es also weniger um den Computer an sich, sondern vielmehr darum,
  1. ein Problem zu erfassen und zu beschreiben;
  2. dieses Problem in ein mentales Modell zu überführen;
  3. dieses Modell in ein von Maschinen ausführbares Programm zu übersetzen;
  4. das Programm so zu gestalten, dass es auch von Menschen verstanden werden kann.

Wenn das beschriebene Problem einer bestimmten Art zuzuordnen ist und sich seine Lösung auch auf andere Probleme dieser Art anwenden lässt, wird dieses Lösungsverfahren „Algorithmus“ genannt. Die detaillierte Ausführung der einzelnen Lösungsschritte ergibt ein „Programm“, das vom Computer abgearbeitet werden kann (Näheres dazu im Kapitel 4).

Informatik kann als „die Wissenschaft, Technik und Anwendung der maschinellen Verarbeitung und Übermittlung von Information“ angesehen werden (Müller/Weichert, S. 8). Oder anders ausgedrückt ist Informatik „die Wissenschaft, die sich mit der systematischen und automatischen Verarbeitung, Speicherung und Übertragung von Daten […] befasst“ (Schubert/Schwill, S. 2). Eine genauere Unterscheidung zwischen „Informationen“ und „Daten“ erfolgt auf den nächsten Seiten.

Die Grafik zeigt den Weg eines erkannten Problems vom Menschen zur Maschine. Der Mensch erfasst dabei das Problem und beschreibt es. Im nächsten Schritt entwickelt der Mensch ein mentales Modell, das er in einzelne Lösungsschritte strukturiert. Dies wird dann in abstrakten Code umgesetzt, der von einer Maschine ausgeführt werden kann.
Icons von suhyeon Jung über The Noun Projekt unter CC BY 3.0

Grafik von Uni Göttingen, Icons von suhyeon Jung über The Noun Projekt unter CC BY 3.0