1    

IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Entity-Relationship-Modell (17/20)

Wenn Sie eine Datenbank selbst erstellen möchten, benötigen sie zunächst ein für Ihre Zwecke und für Ihre Daten passendes Schema. Darin wird festgelegt, was Ihr Forschungsgegenstand ist, welche Daten Sie erheben möchten und wie diese miteinander in Beziehung stehen. Der Prozess der Modellerstellung wird auch Datenmodellierung genannt. Eine sehr gängige Methode der Modellierung ist die Erstellung eines Entity Relationship Modells (ERM).

Grundbausteine des ERM sind Objekte und deren Beziehungen zueinander, also deren Relationen. Objekte werden in diesem Modell als „Entitäten“ bezeichnet. Mehrere gleiche Objekte können zu Entitätstypen zusammengefasst werden. Z.B. wären „Bram Stoker“ oder „Dracula“ Entitäten und „Autor*innen“ oder „Bücher“ Entitätstypen. Diese haben Eigenschaften oder sogenannte „Attribute“ (z.B. „Lebensdaten“ oder „Titel“). Bestimmte Attribute können als „Primärschlüssel“ fungieren, da sie unverwechselbare Zuordnungen sind, wie z.B. „Autor-ID“ oder „Signatur“. Durch diesen Schlüssel können Entitätstypen eindeutig miteinander in Beziehung gesetzt werden. Für jeden Begriff im ERM gibt es eine vereinbarte Darstellung: Entitäten – Rechtecke, Attribute – Kreise, Beziehung – Raute.

Die Tabellen "Autor*in" und "Werk" werden in diesem Entity-Relationship-Modell als Rechtecke dargestellt. Von ihnen ausgehend lassen sich die jeweiligen Tupel in Ellipsen finden (z.B. Nachname, Geburtsort, Autoren-ID etc.). Die Verbindung zwischen den Tabellen zeigt, dass eine Beziehung herscht. In diesem Fall lautet diese Beziehung "schreibt".

Grafik von Uni Göttingen unter CC0