IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.
Was macht ein Datenbankmanagementsystem? (16/20)
Damit z.B. bei einer Suche nach Literatur über den Bibliothekskatalog schnell und effizient auf Daten zugegriffen werden kann, werden die Daten einem Datenbankmanagementsystem (DBMS) zugänglich gemacht. Dafür verfügt das DBMS über Schnittstellen, so dass es auf verschiedene Dateien mit unterschiedlichen Datentypen zugreifen kann. Damit das System mit Daten aus unterschiedlichen Quellen arbeiten kann, sollten möglichst standardisierte Schnittstellen verwendet werden.
Wenn bestimmte Daten gesucht oder weitere hinzugefügt werden sollen, werden nicht mehr einzelne Dateien geöffnet und angezeigt, sondern die Nutzer der Datenbank interagieren mit dem DBMS. Hierfür gibt es so genannte „Abfragesprachen“ – als Standardsprache hat sich SQL (Structured Query Language) etabliert. Es gibt also einen einzigen Einstiegspunkt, über den viele verschiedene Dateien und Datentypen verwaltet werden können. Im Falle des Bibliothekskatalogs ist dem DBMS eine Anwenderebene, ein so genanntes „User Interface“ vorgeschaltet, so dass Toni ihre Suchanfrage auch ohne SQL-Kenntnisse eingeben kann – Glück gehabt ;-)!
Im DBMS ist klar definiert, in welcher Form welche Art von Daten vorliegen dürfen. Selbst wenn mehrere Personen Zugriffsrechte haben, gibt es keine Probleme mit der Datenkonsistenz. Da alle denselben Einstieg über das DBMS benutzen, ist auch eindeutig, wo welche Daten liegen und in welcher Version. Alle Änderungen werden nur an einer Stelle vorgenommen. Außerdem entsteht so keine Datenredundanz. Die Vorteile eines DBMS gegenüber der Sammlung von Daten in Dateisystemen hat der Informatik Professor Jens Dittrich in einem ausführlichen Video (18 Minuten!) zusammengestellt.

Grafik von Uni Göttingen, Icons von UNiCORN, ProSymbols und Markus über TheNounProject unter CC BY 3.0