IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.
Datentypen (5/20)
Es gibt verschiedene Arten von Daten mit bestimmten Eigenschaften wie z.B. Zahlen, Texte, Bilder oder Filme. Manche Datentypen benötigen wenig Speicherplatz (z.B. Zahlen), manche dagegen relativ viel (z.B. Filme). Je nach Datentyp kann der Computer spezielle Operationen durchführen: Zahlen können miteinander verrechnet werden, Bilder hingegen nicht. Bilder können dafür komprimiert werden, bei Zahlen ergibt dies keinen Sinn (Gumm/Sommer, S. 102).
Daten können auch darin unterschieden werden, wie die einzelnen Datenwerte vorliegen. Sie können diskret/kontinuierlich oder geordnet/ungeordnet sein.
- Kontinuierliche Datenwerte lassen Zwischenwerte zu, wie z.B. bei Temperaturangaben (36,1/36,5/36,9/37,1 usw.) oder in unserem Literatur-Beispiel Signaturen (A 200, A 200 33, AX 200, AX 200 33).
- Bei diskreten Daten sind die zulässigen Werte festgelegt, z.B. bei Jahreszahlen. Diese können in der Zeit zwar beliebig erweitert, beim Erscheinungsjahr eines Buches werden die Angaben aber nicht in die Zwischenwerte „Monat“, „Tage“ usw. unterteilt.
- Bei den Beispielen Signaturen und Erscheinungsjahr handelt es sich gleichzeitig um geordnete Werte. Sie lassen sich in eine logische Reihenfolge bringen.
- Ungeordnete Werte sind z.B. die Namen der Autor*innen oder Schlagworte. Sie lassen sich zwar nach dem System „Alphabet“ ordnen, bringen aber keine eigene Ordnung wie z.B. Jahreszahlen mit sich.
Der Datentyp hat Auswirkungen auf die Analysemöglichkeiten. Je nach Datentyp sind bestimmte Werte gültig oder nicht, wodurch sich Fehler in den Datensätzen einschleichen können, wie später in diesem Kapitel genauer thematisiert wird.

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