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IT so leicht wie nie. Ein Selbstlernkurs zur Informationstechnologie.

Was sind Daten? (3/20)

Der Informationswissenschaftler Rainer Kuhlen definiert Daten als:

„Fakten, die durch Beobachtung von natürlichen, konstruierten oder simulierten Gegenständen oder Ereignissen gewonnen wurden und nach syntaktischen Regeln in einem vereinbarten Zeichensystem codiert wurden.“ (nach Zendler/Klaudt, S. 47)

Mit anderen Worten: Dadurch, dass diese gesammelten Fakten als Daten auf eine bestimmte Art kategorisiert und geordnet werden, können sie von einem Computer verarbeitet werden. Zu dieser Auffassung von Daten als Fakten zählen beispielsweise Größenangaben wie die Studierendenzahl einer Universität. Daten können aber auch unabhängig von ihrem Bezug zur Realität verstanden werden (vgl. Ballsun-Stanton, nach Voß, S.5): Daten als Beobachtungen und Daten als binäre Nachrichten.

Zu den Daten als Beobachtungen zählen Interviewdaten oder Forschungsnotizen wie sie z.B. in den Geistes- und Sozialwissenschaften vorkommen. Diese Daten beschreiben eine Wahrnehmung der Realität und müssen von den Forschenden interpretiert werden. Bei der Vorstellung von Daten als binäre Nachrichten werden diese als Zeichen zur Kommunikation verstanden. Die Zeichenfolgen werden schlussendlich alle als Bits, also in Form von Nullen und Einsen, dargestellt. In jedem Fall landen wir bei Phänomenen, die als codierte Zeichen von einem Computer gelesen und verarbeitet werden können.

Beim Schreiben einer Hausarbeit begegnen Peter und Toni verschiedene Daten. Im Sinne von binären Nachrichten arbeiten Sie mit den bibliographischen Daten eines Buches (Autor, Titel, Erscheinungsjahr usw.). Diese Daten können mittels verschiedener Methoden weiterverarbeitet werden, wie im Laufe dieses Kapitels zu sehen ist.

Eingescannte Seite des Buches "The Man Who Wrote Dracula - a biography of Bram Stoker". Einzelne Informationen auf der der Doppelseite (Titel, Autor, Erscheinungsjahr) wurden markiert.

Scan von Uni Göttingen unter CC0