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Einführung Soziologische Kriminalitätstheorien@CIDAS4u

2 Die Subkulturtheorie (3/7)

Die Subkulturtheorie (Albert K. Cohen)

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Die von Albert K. Cohen maßgeblich mitformulierte Subkulturtheorie entstand unter dem Eindruck US-Amerikanischer Jugendkriminalität. Zentral ist für sie die Überlegung, dass Kriminalität als Folge der Mitgliedschaft in einer Subkultur auftritt, in der abweichende Normen/Werte gelten. Ein wesentliches Kriterium das ihr als soziologische Theorie von Kriminalität zukommt, ist der Umstand, dass sie abweichendes Verhalten nicht aus der Sicht der delinquenten Person erklärt, sondern aus dem Ausschnitt der Sozialstruktur, dem Subsystem, dem die Person angehört.
[1]

In Anknüpfung an Sutherlands Theorie der differenziellen Assoziation, die davon ausgeht, dass Kriminalität über den Kontakt mit devianten Kulturmustern erlernt wird, fragt die Subkulturtheorie nach der Erklärung für die delinquente Kultur selbst.
[2]

Kriminalitätsinduzierende Subkulturen fungieren für Cohen grundsätzlich als Lösung für soziokulturelle Anpassungsschwierigkeiten, denen wir alle in der modernen Gesellschaft dauerhaft ausgesetzt sind.  Gibt es für eine „Anzahl von Personen mit ähnlichen Anpassungsproblemen“, d.h. ein Kollektiv, „keine angemessenen institutionalisierten Lösungen […] und [stehen] ihnen keine alternativen Bezugsgruppen zur Verfügung, die angemessenere und von der Kultur gestützte Lösungen bieten würden“, dann können diese Personen zueinander in Interaktion treten und im Verlauf dieser Interaktion „zum Aufbau neuer Normen und Erwartungen“ beitragen.
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[1] Kunz/Singelnstein Kriminologie, S. 120.
[2] Cohen Kriminelle Subkulturen, S. 104.
[3] Cohen Kriminelle Subkulturen, S. 107 f.


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